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Baden wie die alten Römer
Zur Steigerung der Attraktivität von Urlaubszielen für Familien oder für gesundheitsbewusste Reisende sind in vielen touristisch erschlossenen Orten Thermen oder Funbäder eröffnet worden. Der Begriff der "Therme" stellt einen Bezug der modernen Einrichtungen zur altrömischen Badekultur her. Für die Römer waren Thermen Orte, an denen sie zur Erholung zusammenkamen. Es wurde ein warmes Bad geboten. Abgesehen von bereits hoch entwickelten Heizungssystemen hatten die Badehäuser im alten, römischen Stil nicht viel Ähnlichkeit mit den hellen, großzügigen Anlagen der Neuzeit. Allerdings wurde das Angebot damals wie heute durch eine Reihe von angenehmen Dienstleistungsangeboten wie Massage oder Schönheitsbehandlungen begleitet.
Der moderne Thermen-Begriff erinnert außerdem an die Bezeichnung "Thermalbad". Die Einrichtung eines Thermalbades ist an bestimmte Voraussetzungen gebunden. Es muss Wasser vorhanden sein, das aus einer natürlichen Quelle kommt und bei seinem Austritt eine Mindesttemperatur von 20 Grad Celsius aufweist. Derartiges Quellwasser, das auch durch Bohrungen gefördert werden kann, weist in der Regel noch weitere gesundheitsrelevante Eigenschaften auf. Es handelt sich meistens um Mineral- oder Thermalquellen, die den Ort ihres Auftretens zum Kur- und Heilbad qualifizieren.
Eine Therme findet der Gast nicht nur in Kurorten. Diese auf Wellness und wohltuende Anwendungen spezialisierten Einrichtungen komplettieren auch das auf ganzheitliche Erholung ausgerichtete Tourismuskonzept einiger landschaftlich schön gelegener Urlaubsorte. Neben einem angenehm temperierten Innenbecken gibt es häufig auch ein Außenbecken, das aufgrund der Wärme des Wassers auch bei kühlen Außentemperaturen genutzt werden kann. Saunalandschaften und Solebad, Dampfbad, Massagebereich und Ruhezone dürfen beim Besuch einer Thermenanlage ebenfalls erwartet werden. Viele Anlagen verfügen zusätzlich über ein Restaurant, dessen Speisekarte vom Gesundheitsbewusstsein der "Generation Wellness" geprägt ist.
Weniger Ruhe und Besinnlichkeit erwartet die Besucher eines Funbades. Familien mit Kindern und Gruppen von Jugendlichen sind hier besonders gut aufgehoben. Von einem gewöhnlichen Schwimmbad unterscheidet sich das ausgewiesene Spaßbad durch besondere Einrichtungen, beispielsweise besonders lange Wasserrutschen oder künstliche Wasserfälle. Sportliche Bahnschwimmer und Turmspringer werden angesichts der vielen fantasievollen Varianten von Badeinseln mit Palmen oder ähnlichen Auflockerungen etwas irritiert sein. Urlauber, die Spaß mit der ganzen Familie haben möchten, genießen künstlichen Strand und Tropenatmosphäre, die auch durch die Bewirtschaftung unterstützt wird. Im Spaßbad können Kurzurlauber den ganzen Tag verbringen. Einige Anlagen bieten inzwischen auch Übernachtungsmöglichkeiten in Form von Zeltlagern oder Blockhäusern an.
In Funbädern und in Thermen werden zeitweise auch musikalische Unterhaltungsprogramme angeboten. Im Wellness-Bereich handelt es sich beispielsweise um Klang-Farb-Therapien, während die Spaß- und Themenbäder eine geeignete Kulisse für musikalische Darbietungen vieler Art abgeben. Gelegentlich werden hier auch Partys gefeiert und es wird getanzt.
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